Zuerst einmal: Das Fluc ist von der Lokalität und den Leuten her sicher der hippste Ort in Wien. Oben ist auch noch ein Café. Das interessiert einen aber nicht allzu sehr, wenn man müde ist, das Konzert spät anfängt und man nichts sieht. Dazu kommt, dass The Whitest Boy Alive ja keine Band zum Mitrocken und Mithüpfen ist, sondern eher zum Genießen. Optisch kann man sie am leichtesten als Skandinavische Berliner Bobos beschreiben. Wir standen gedrängt im Vorraum, es war mehr als ausverkauft, den rechten Rand der Bühne konnte ich sehen und ständig haben sich Menschen an mir vorbeigedrängelt. Dazu gab es noch eine Videoübertragung auf der mir gegenüb er liegenden Betonwand. Ich habe versucht, auf den “entspannte KayBee” Modus umzuschalten – ohne Erfolg. Dazu war es heiß, extrem verraucht und es mag spießig sein und ich mag mich für immer und ewig disqualifizieren, aber: wir sind sogar früher gegangen. Nicht, weil es uns nicht gefallen hätte. Wir fanden es einfach zu anstrengend. Und The Whitest Boy Alive höre und schaue ich mir nochmals wann anders an. Dann gibt es auch Bilder.
PS: Wien ist klein. Abends habe ich zum einen eine extrem anstrengende ununterbrochen redende Schnitzelnebensitzerin aus einem Restaurant und eine stylishe Verkäuferin aus dem wesc-Laden gesehen, bei dem ich abends gewesen war.

