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The Editors Live – in der Arena Wien am 24.03.2008

Ich mag Hymnen – daher mag ich auch noch immer U2 (jetzt stöhnen einige auf), The Killers und eben auch The Editors. Diese haben gestern in der Arena Wien gespielt, Vorband war die Moebius Band (Bilder folgen!). Eigentlich haben The Editors sehr viele Hits und da die Stimme des Frontmanns Tom Smith ist so markant, dass das Konzert eigentlich gut werden musste. Eigentlich. Das Problem war: Tom spricht nicht mit dem Publikum. Das ist an sich nicht schlimm, wenn das Konzert durch einen mitnehmende Musik angetrieben wird, wie die Musik der Editors es ist, ähnlich wie Bloc Party bei Silent Alarm. Eigentlich.

The Editors Arena WienDie Arena Wien hat auch einen OK Sound, aber ich weiß nicht, was die Tontechniker gemacht haben. Lead Stimme und Schlagzeug waren wunderbar zu hören, aber wo waren Gitarre und Bass?! ich musste mich anstrengen, beides zu hören – und wir reden hier ja von gitarrenlastiger Musik. Deswegen war das Konzert für mich zwar nett und schön, aber mitgerissen hat es mich nicht und auch das Publikum war verhältnismäßig zurückhaltend. Naja, spannender als Tatort war es! Nicht Euer Fehler, zumindest nicht ganz, liebe Editors. Vielleicht etwas sprechen und vorher dem Techniker erklären: Fette Gitarre, bitte! Leider fällt mir daher auch nicht mehr ein außer dass es… (nett war…) :( … und NETT ist ein 4-letter-word, also nehme ich es lieber nicht.

PS: Ich höre auf meine treuen Leser und so ist mir Toubs Wunsch Befehl: Sonntagabends sind Konzerte ja immer so eine Sache (Ostermontag gilt als Sonntag!), weil man da eher im Tatortmodus als im Konzertmodus ist. Also haben wir uns bei der Vorband auf die Stufen hinten gesetzt. Zum Konzert wollten wir aufstehen, vor und hinter uns saßen auch noch alle. Als The Editors dann begonnen haben, standen unsere Vordermänner auf und wir waren auch schon dabei aufzustehen, als von hinten unsere Vordermänner scharf darauf hingewiesen, dass dies ja der Sitzbereich sei. Dieser Ansage konnte man nichts entgegnen, denn tatsächlich saßen ALLE auf den Stufen. Bei einem Indie-Rock-Konzert. Mein erstes (und sicher auch einziges freiwilliges) Indie-Sitz-Konzert. Andere Länder, andere Sitten.

Ja, Panik – oder alleine auf’s Konzert (und Olli Schulz und Walter Schreifels)

Was liegt bei diesem Bandnamen näher als ein Bericht zu: alleine auf’s Konzert?! Ja, Panik! War aber gar nicht schlimm. Leider hatte mein Kollege und (best) Buddy T. es nicht geschafft, schnell genug aus Berlin zurück nach Wien ins WUK zu kommen. Also musste ich alleine zu “Ja, Panik”. Konzertkarten lasse ich ungern verfallen. Besonders spannend war dabei, dass ich die Band bis auf 1-2 Lieder von fm4 nicht kannte (und auch das WUK nicht) und nur auf Empfehlung von T. da war. Das erste Becks hat zum Festhalten bei Vorband Lucy Pop getaugt. Das zweite war dann für Ja, Panik, und nach anfänglichem Unentspanntsein war ich auch locker. Meine Jacke am Graben vorn habe ich trotzdem nicht aus den Augen gelassen sowie die anderen Besucher plus die Künstler. Sie waren ein bißchen Tocotronic in jung, mit anderer sprachlicher Einfärbung und bodenständiger. Vielleicht auch etwas lebensbejahender und nervöser. Keine drei aufgehende Sonnen, aber auch keine Kapitulation oder ähnliches. Lucy Pop fand ich fast schöner; hübsche Melodien und eine erkältete und tapfere Frontfrau. Insgesamt sind das nur zwei Frauen, die sich aber gut mit Technik und Arrangements auskannten. Sehr fein. Kommt doch mal nach Berlin!

Ja, Panik

Gut ist beim alleine aufs Konzert: Man passt auf und bekommt mehr mit.

Schlecht ist: Manches versteht man dafür auch nicht! Zum Beispiel den Namen der Mädelsband vor Lucy Pop. Oder: was haben die Herren am Ende alle auf der Bühne gemacht?

P.S.: Heuer war ich mit T. bei Olli Schulz bestuhlt ohne Hund Marie, aber mit Walter Schreifels, im Wiener WUK. Mehr Spaß macht ein Konzert nicht alleine, sondern schon mindestens zu zweit! Die Kombination war so nett, dass ich sogar ein Bandshirt in pink von Walter erstehen musste. Olli mag übrigens keine Blogs. Deswegen berichte ich auch nicht über ihn.

P.P.S.: Und gestern im Rabenhof Theater bei “Dr. Helmut Zilk im Gespräch mit Adolf Hitler” wäre ein Gesprächspartner insbesondere in der Pause auch gut gewesen. Schönes Theater, trotzdem (optisch). Und Hubsi als Adolf war fast beängstigend.