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Wintersonne tut gut – ein Wochenenden in Scuol

Am Wochenende war ich snowboarden in Scuol, einem meiner Schweizer absoluten Lieblingsorte. Es ist einfach wunderschön, rätoromanisch ist eine wirklich interessant klingende Sprache, Scuol hat ein tolles Bad, man kann unkompliziert abseits fahren und wenn man die längste Piste nimmt (sie heißt Traumpiste), kommt man im wunderschönen Ort Sent raus, wird also gleich doppelt belohnt. Außerdem gibt es im Engadin lecker Bündnerfleisch, ein neues, unglaublich leckeres lokales Bier aus Tschlin, Engadiner Nusstorte und noch die eine oder andere Leckerei.
Mit das Beste an so einem Wochenende ist aber auch Sonne. Ich finde, man merkt erst, wie sehr einem Sonne fehlt, wenn man sie mal wieder hat und so kann es auch -15 Grad haben und es tut so gut, draußen zu sein (ok, auf Schafffell sitzend, heißes Getränk & nichts außer den Helm ausziehen, sonst ist es zu kalt). Also, für mein WochenZEN hier das Bild – ich schau immer drauf, wenn ich mich ärgere:

Sömibar Traumpiste nach Sent

Sömibar Traumpiste nach Sent


OOOOOMMMMMMMMMMMMMMMM.

Schweizer Besonderheiten III: Mein Dialekt

Gegenüber ganz vielen Deutschen habe ich ja den Vorteil, dass ich Schweizerdeutsch einigermaßen verstehe – das heißt, ich muss mich schon sehr konzentrieren, aber meist goht’s. Ich habe am Bodensee studiert (da spricht man allemannisch, odr?), da ca. 30m zur Schweizer Grenze gewohnt und währenddessen in der Schweiz gearbeitet, kenne die Migros, das hilft alles sehr. Außerdem war ich von klein auf jedes Jahr in der Schweiz im Ski- und ab und an auch im Wanderurlaub. Das hört sich lächerlich an, hilft aber auch! Zudem bin ich aus Süddeutschland und so manches Wort ändern wir daheim in einer dem Schweizerdeutschen nicht ganz unähnlichen Form ab und dann ist ab und an ja auch was aus dem Französischen dabei. Nichtdestotrotz bin ich ein Sauschwoob (das sind alle Dütschen, nicht nur die aus dem Süden, ha!) und das merkt man sofort. Wenn ich sofort schreibe, meine ich wirklich SOFORT: In Wien konnte mich mit einem “Grüß Gott!” bzw. “Servus” zumindest bei der ersten Kontaktaufnahme durchmogeln, danach war es zwar auch vorbei, aber ich hasse es, dass ich nicht einmal ein gescheites “Grüezi” hinbekomme und auch nicht weiß, wann ich “Hoi” von mir geben kann, das ist glaube ich sehr informell. Sprich, jedes Mal wenn ich wo reinkome, geht über meinem Kopf die “Achtung, a Dütsche-Sirene” an, ich glaube sie hat Ton & Blaulicht. Manchmal würde ich am liebsten Englisch reden, aber da kommt ja auch gleich raus, dass ich keine Muttersprachlerin bin. Ich rede zwar etwas anders hier, also mehr “eh, Ade, odr” und ganz allgemein langsamer und weicher (mehr sch…), aber das hilft alles nichts. Menno!

Die Limmat vor zum Zürisee

Die Limmat vor zum Zürisee

Schweizer Besonderheiten II: DDR vs. BRD

Bei der Registration in Zürich wird man gefragt, ob man in der BRD oder der DDR geboren wurde – und das steht auch in der vorläufigen Registration drin. Ich habe mir noch nie überlegt, dass das noch für etwas relevant sein könnte. Wird dann mehr in meiner Vergangenheit geforscht. Oder weniger? Das fand ich sehr besonders.

Schweizer Besonderheiten

Gestern habe ich mich im Zürcher RiffRaff mit einer Freundin getroffen, die seit 7 Jahren in Zürich (oder war es in der Schweiz?) lebt. Sie meinte, dass ihr die Besonderheiten der Schweiz oder die von Zürich nicht mehr auffallen, ich solle sie doch aufschreiben. Gute Idee, deswegen lege ich gleich hiermit los.
Trambahnautomaten
Der öffentliche Nahverkehr ist sehr gut. Das heißt die Tram hat eine gute Taktung, überall fährt etwas, die Trambahnen sind extrem gepflegt und ein Ticket für den Zürcher Nahverkehr ist vergleichsweise billig (77CHF für einen Monat). Wenn man aber kein Monatsticket hat oder aber icht weiß, wie man zu einem solchen kommt, löst man Einzelbillets. Ich war Sonntags also auf dem Üetliberg und bin mit der Tram bis Albisgütli. Mit Ach und Krach hatte ich dafür 4 Stutz klein gewechselt bekommen. Das Café am Gipfel hatte zu, auf dem Rückweg war alles wie leergefegt, das heißt: kein Kleingeld. So bin ich 5 Stationen bis zur Sihlcity gelaufen, denn Zürcher Tramautomaten nehmen nur Münzen an – und schwarz fahren wollte ich nicht. Morgen dann mehr zum Thema Waschküche und Tumbler, kostenlosen Tageszeitungen und dem Stadtteil der hübschen Straßennamensgebung (Möhrli, Blümlisalp und Stüssistrasse wären da zu erwähnen).

Park auf dem Üetliberg - ich bin aber hochgelaufen, denn ich wusste nichts von einer Bahn...

Park auf dem Üetliberg - ich bin aber hochgelaufen, denn ich wusste nichts von einer Bahn...