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Ja, Panik – oder alleine auf’s Konzert (und Olli Schulz und Walter Schreifels)

Was liegt bei diesem Bandnamen näher als ein Bericht zu: alleine auf’s Konzert?! Ja, Panik! War aber gar nicht schlimm. Leider hatte mein Kollege und (best) Buddy T. es nicht geschafft, schnell genug aus Berlin zurück nach Wien ins WUK zu kommen. Also musste ich alleine zu “Ja, Panik”. Konzertkarten lasse ich ungern verfallen. Besonders spannend war dabei, dass ich die Band bis auf 1-2 Lieder von fm4 nicht kannte (und auch das WUK nicht) und nur auf Empfehlung von T. da war. Das erste Becks hat zum Festhalten bei Vorband Lucy Pop getaugt. Das zweite war dann für Ja, Panik, und nach anfänglichem Unentspanntsein war ich auch locker. Meine Jacke am Graben vorn habe ich trotzdem nicht aus den Augen gelassen sowie die anderen Besucher plus die Künstler. Sie waren ein bißchen Tocotronic in jung, mit anderer sprachlicher Einfärbung und bodenständiger. Vielleicht auch etwas lebensbejahender und nervöser. Keine drei aufgehende Sonnen, aber auch keine Kapitulation oder ähnliches. Lucy Pop fand ich fast schöner; hübsche Melodien und eine erkältete und tapfere Frontfrau. Insgesamt sind das nur zwei Frauen, die sich aber gut mit Technik und Arrangements auskannten. Sehr fein. Kommt doch mal nach Berlin!

Ja, Panik

Gut ist beim alleine aufs Konzert: Man passt auf und bekommt mehr mit.

Schlecht ist: Manches versteht man dafür auch nicht! Zum Beispiel den Namen der Mädelsband vor Lucy Pop. Oder: was haben die Herren am Ende alle auf der Bühne gemacht?

P.S.: Heuer war ich mit T. bei Olli Schulz bestuhlt ohne Hund Marie, aber mit Walter Schreifels, im Wiener WUK. Mehr Spaß macht ein Konzert nicht alleine, sondern schon mindestens zu zweit! Die Kombination war so nett, dass ich sogar ein Bandshirt in pink von Walter erstehen musste. Olli mag übrigens keine Blogs. Deswegen berichte ich auch nicht über ihn.

P.P.S.: Und gestern im Rabenhof Theater bei “Dr. Helmut Zilk im Gespräch mit Adolf Hitler” wäre ein Gesprächspartner insbesondere in der Pause auch gut gewesen. Schönes Theater, trotzdem (optisch). Und Hubsi als Adolf war fast beängstigend.

Wer nicht hüpft, der ist ein Piefke

Österreich gegen Deutschland im Wiener Ernst-Happel-Stadion

Ich gehe gerne ins Stadion. Die Österreichische Liga ist soweit ich weiß nicht auf dem Niveau von England und Spanien, also war die Freude groß: Länderspiel Österreich – Deutschland während meines Wien-Aufenthalts. Mein Kollege sagte mir vorher, Österreich habe in den letzten 17 Spielen insgesamt ein Tor geschossen und Ballack war schließlich wieder dabei. Ich habe mir also ein Spiel mit einigen Toren (Tipp: 1:4) und schönen, charmanten Spielzügen und Spielfreude vorgestellt. Dabei wollte ich die Klappe halten, denn wir saßen in einem eher österreichischen Block.

Es kam aber anders. Die erste Halbzeitein Albtraum, die armen Österreicher hatten Chancen, trafen aber nicht. Und dabei: “In Europa kennt Euch keine Sau.” im Wechsel mit “Wer nicht hüpft, der ist ein Piefke”. Gemein. Die Steigerung ist übrigens das Piefkeschwein. Was ist mit den Süddeutschen? Aber Österreich, man muss auch mal treffen, wenn man direkt vor dem Tor steht.

In der Halbzeitpause gab es dann eine Jogi-Ansprache (Lehmann war auf dem Klo) und dann wurden Chancen zwar verwertet, aber schön war es immer noch nicht. “Einigkeit und Recht und Freiheit” wurde dabei gesungen. Es gibt in Wien im Stadion übrigens nur “Null Komma Josef” (heißt so) zu trinken und das schmeckt nicht gut. Das Ergebnis war übrigens 0:3. (0:2 Vfb, Gomez & Hitzlsberger je ein Tor, wennTimo noch gewesen wäre: -1:2)

Ich bewerbe mich jetzt jedenfalls auf EM 2008 Karten und hoffe auf mein erstes richtig schönes Länderspiel. Das war Nummer 5. Daumen drücken!

Ernst-Happel Stadion