Ich möchte hier ein bisschen Werbung machen für ein äußerst spannend klingendes Event, die re:publica 2012:

Ich werde auch versuchen, hinzukommen und muss mich dringendst um Tickets kümmern.
Vor kurzem bin ich morgens um 6.00h zum Flughafen gefahren, um von Zürich nach Berlin zu fliegen. Den Tag habe ich in meiner alten Hood Charlottenburg verbracht, um dann abends nicht nach Zürich, sondern nach München zu fliegen, gewissermaßen in meine neue Zweithood. Ich war abends nicht nur müde, sondern vor allem auch verwirrt. Drei Städte an einem Tag, in der einen habe ich fünf Jahre bis zum Herbst gewohnt, in der anderen wohne ich seit zwei Jahren gewissermaßen halbtags und in der dritten habe ich eine Wohnung, habe auch schon mal 5 jahre dort gewohnt (vor 5 Jahren) und wohne jetzt ein bisschen dort (und im April ein bisschen mehr). Ich kam reichlich verwirrt wieder, aber wenn man es mal positiv sieht: sich in drei Städten zumindest teilweise zuhause fühlen ist eigentlich besser. Local hoch drei sozusagen. Von wegen heimatlos – vielmehr multiple Heimat. So!
Berlin – Essen & Trinken – Restaurants – Mediterran
Ich mag die Kantina von Hugo sehr gerne: nette Atmosphäre, schlichte Einrichtung, sehr nettes Personal, gutes, einfaches Essen und das alles zu sehr fairen Preisen. Man kann hier schön nach einem leckeren Essen (simple Pasta (5-8€), gefüllte Datteln (3-4€), Entenbrust auf Salat (Vorspeise 8€), Entrecote (13€), Coque au Vin (12€), selbstgemachtes Joghurteis (4-5€), Tartes, vieles mit Ziegenkäse…) versacken. Das Publikum ist gemischt normal – keine bestimmte Altersschicht, keine Touris, keine Mitte-Hipster – aber sicher nicht konservativ. Sehr angenehm! Und außerdem in einer sehr netten Ecke Kreuzköllns.
PS: Preise sind aus der Erinnerung geschätzt…
Mein Beitrag zu Kantina – auf Qype
Ich war dieses Jahr ja über drei Wochen im Urlaub in den USA. Da war ich auch brav laufen und sowieso sportlich unterwegs. Danach ging es dann abwärts: jobliche Veränderungen, schlechtes Wetter, Süßigkeiten, zu lange Pause, zu viel unterwegs – das volle Programm. Somit war ich dann tatsächlich 2 Monate nicht laufen und das, nachdem ich zuvor so brav regelmäßig unterwegs und meine Kondition in Ordnung gewesen war.
Gestern habe ich mich dann also entschlossen: immerhin regnete es nicht, es hatte keine Minusgrade, es war noch hell (15h) und ich hatte am Abend vorher nicht zuviel Wein getrunken – trotz einer prima Weihnachtsfeier bei Freunden. Der Weg zum Tiergarten war in Ordnung, die Luft zwar etwas kalt, aber der Gedanke “Hurra, Du hast Dich endlich wieder überwunden!” hat mich schneller laufen lassen. Ich habe mir schon meine leicht geröteten Wangen auf gesundem Teint mit meiner neuen Fastkurzhaarfrisur vorgestellt. Nicht nur, dass ich endlich auch Lieder auf Guitar Hero durchspielen kann, nein, ich bin auch sportlich und dynamisch. Wahnsinn. Dann wurden meine Beine schwer. Die kalte Luft tat weh (das war bei den Lamas nach dem Schleusenkrug), das fühlte sich fast an wie Seitenstechen. Ich hatte die falschen Schuhe an (die zu kleinen, das hatte ich ganz vergessen) und meine neue Jacke war gar nicht atmungsaktiv. Man! Ich hätte vorher mehr trinken sollen. Es waren außer mir keine Läufer unterwegs, ich armes Ding. Dabei muss ich doch noch so viel erledigen am Sonntag, da erhole ich mich nie wieder.
Kurzum: es war schrecklich!
Aber: ich habe es überstanden, habe heute Muskelkater und brauche jetzt nur noch 4 Läufe, dann bin ich wieder im Laufrhythmus. Immerhin. Ich weiß nur noch nicht, wann ich wieder kann, denn es ist ja dunkel & kalt… vielleicht mal morgens?! Aber mein Kreislauf. Es bleibt also spannend.